Solarpark aus der Luft

2150 ist zu spät – für das Vorantreiben der Energiewende!

Das jetzige Tempo der Energiewende bedeutet, dass wir erst 2150 unsere Ziele erreichen können. Dies zeigt eine Studie der HTW in Berlin. Der Chef der Deutschen Energieagentur bestätigt diese Feststellung. „Ab jetzt muss der CO2-Ausstoß jedes Jahr doppelt so stark abgesenkt werden wie im Schnitt seit 1990“, sagt Andreas Kuhlmann über die Sondierungsergebnisse bei den Klimazielen, welche die GROKO verhandelt hat und redet das Sondierungsergebnis schön.

Wie soll das erreicht werden, wenn die bisherigen Erfolge der Energiewende als Feigenblatt und Ausrede für Nichtstun zu verstehen sind? Deutschland verspielt sich gerade noch mögliche Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Industriestaaten. So fordert die Ökostrom-Branche ein beherztes Vorgehen in Sachen Energiewende. Ein Industriestandort, der seine innovativen Zukunftsbranchen in die Pleite führt, kann sich meiner Meinung nach nicht als Industriestandort halten und beweisen. Mit der letzten EEG-Reform (stufenweise Senkung von Fördermitteln) haben die letzten Solarpanel-Hersteller Deutschland verlassen. Soll jetzt der Exodus der Windbranche ebenso herbeigeführt werden? Das jetzige EEG ist eine Bremse für die erneuerbaren Energieerzeuger.

Wer mit diesem Ziel den Klimaschutz wirklich ernst nehmen will, muss sich grundsätzliche Gedanken über neue und vor allem andere Produktionsweisen machen. Wir sollten mit allem, was wir produzieren oder nutzen einen positiven CO2-Fußabdruck hinterlassen. CO2 Ausgleichszahlungen sind dabei kein Ansatz, den es zu verfolgen gilt. Erst wenn wir dieses Bewusstsein fest etabliert haben, brauchen wir uns keine Gedanken mehr zum Thema Energiewende zu machen. Die Rohstoffwende dauert vermutlich noch länger als die Energiewende. Deshalb sind Halbherzigkeiten und falsche Kompromisse nicht hilfreich auf dem Weg zum Klimaschutz.

Dabei zeigt die Bruttowertschöpfung aus erneuerbaren Energien von einer Mrd. Euro (alleine in Rheinland-Pfalz!) die Relevanz dieses Wirtschaftsbereichs. Unser Ziel sollte nicht nur die Erhaltung, sondern auch die Weiterentwicklung dieses Bereichs sein. Ich möchte Sie dazu anregen, die Verbindung aus Ökologie und Ökonomie als zukunftsfähiges Konzept zu sehen.

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