Kreislaufwirtschaft, Unkategorisiert / 30.10.2018

In Berlin trafen sich Mitte Oktober Expertinnen und Experten aus der Kunststoffindustrie und deren Umfeld zum BKV Symposium und diskutierten Fragen zur Produktverantwortung und Kreislaufführung von Kunststoffen. Als Gastredner war auch der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis90/Die Grünen) dabei. Es war spannend zu hören, wie indessen Vertreter auch aus großen Häusern der Kunststoffindustrie sich strategisch in Richtung Circular Economy aufstellen. Gleichzeitig fällt allerdings auf, wie wenig sie über den Tellerrand ihrer eigenen Industrie schauen. Dabei ließe sich mit einer Vernetzung über Branchengrenzen hinweg viel voneinander lernen, denn hinsichtlich...

Kreislaufwirtschaft / 10.10.2018

Kaffeekapseln erfreuen sich wachsender Beliebtheit. So stieg der Verbrauch in Deutschland von 800 Tonnen in 2005 auf über 20.000 Tonnen zehn Jahre später. Während sie bei Umweltschützern als Umweltsünde und Symbol eines Systemversagens gelten, zeigen wir hier auf, wie sie als Modell für Circular Economy dienen könnten. Der Weg dahin ist allerdings noch lang. In diesem Artikel, den ich zusammen mit Dr. Frank Ziebeil im Entsorga-Magazin veröffentlichen konnte, stellen wir die komplexe Situation ausführlich da. Entsorga4-2018-Systemversagen oder Modell für Circular Economy [caption id="attachment_1435" align="alignnone" width="300"] Kaffeekapseln aus Kunststoff[/caption] Die Vielfalt der unterschiedlichen...

Kreislaufwirtschaft, Unkategorisiert / 07.10.2018

Recycling ist nicht gleich Upcycling, aber genau das ist gesetzliche  Pflicht. Ein Erklärungsversuch: Eine Verwertungsmaßnahme von Abfall ist so auszuwählen, dass Mensch und Umwelt am besten geschützt werden. Vorsorge- und Nachhaltigkeitsgrundsatz sollen dabei im Einklang sein. Der Ersatz des stofflichen und energetischen Potentials bestimmt dabei den Erfolg. So steht es im Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Im Leitfaden des Bundesumweltministeriums liest sich die Formulierung noch komplizierter. Danach ist eine hochwertige Ausgestaltung der Verwertungsverfahren insbesondere bei einer „Kaskadennutzung“ nach§ 8 Abs. 2 S. 2 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) anzunehmen. Abfälle können durch „mehrfache, hintereinander geschaltete stoffliche...

Kreislaufwirtschaft / 12.09.2018

Die Circular Economy braucht einheitliche Rechtsgrundlagen und deshalb eine Synchronisation verschiedener gesetzlicher Regeln. So sollen Stoff- und Abfallrecht synchronisiert werden. Warum ist das notwendig? Die große Komplexität sorgt für Informationsmangel: 3.300 unterschiedliche Substanzen sind bekannt. Davon sind rund 2.000 in der Chemiedatenbank der Europäischen Union REACH registriert. Daneben werden diese Stoffe in sogenannten Verbunden (wie z. B. Kunststoff-Metall-Verbunde)  als Produkte angeboten. Diese Komplexität erschwert die Zielerreichung.  Die Ziele sind: 1. die Verbesserung der Ressourcen Nutzung durch Circular Economy und 2. die Verhinderung von Einträgen von Stoffen, die für Mensch...

Kreislaufwirtschaft / 30.07.2018

Kohle ist schlecht für das Klima, das ist heute Allgemeinwissen. Es gibt aber auch die „gute“ Kohle, mit der wir in der Lage sind, CO2 zu speichern und die uns helfen kann, das Klima wieder abzukühlen. Der Fachverband Pflanzenkohle will jetzt für Aufklärung und Unterstützung für die „gute“ Kohle sorgen. Dr. Susanne Vester, Vorsitzende des Fachverbandes Pflanzenkohle, hat mir erklärt, was die „gute“ Pflanzenkohle so alles kann und wie sie hergestellt wird:   „Pflanzenkohle hat viele Eigenschaften! Sie dient als Zusatz in Hautcreme, Futtermittel, Abwasserfilter oder als Dünger, der für bessere...

Kreislaufwirtschaft / 18.07.2018

Aktuell haben China und die Europäische Union anlässlich ihres 20. Gipfeltreffens in Peking vom 16. – 17. Juli eine Absichtserklärung zur Circular Economy unterschrieben. Ziel ist es, Abfälle auf ein Minimum zu reduzieren. Unterschrieben von EU-Kommissar und Vize-Präsidenten der EU-Kommission Jyrki Katainen und dem Vorsitzenden der Chinese National Development and Reform Commission He Liefen, sind damit die zwei weltweit größten Wirtschaftsräume nun in einer starken Allianz verbunden. Sie wollen Wegbereiter für Strategien, Gesetze, Forschung und weitere Entwicklungen sein, die die Minderung der Emission von Treibhausgasen und eine Erneuerbare Ressourcenwirtschaft...

Highlights, Kreislaufwirtschaft / 07.06.2018

80 % des weltweiten Phosphors kommt in natürlichen Minen nur in vier Ländern der Welt vor. Nur eine Handvoll Unternehmen weltweit produziert Phosphor. Europa und insbesondere Deutschland ist in höchstem Maße, nämlich zu 95 %, von Importen abhängig. Weder Lagerstätten noch Produktionskapazitäten können als gesichert angesehen werden. Zudem verdünnt sich Phosphor und verschwindet quasi auf dem Planeten, weil er immer weiter verteilt wird. Das liegt daran, dass 90 % des als Phosphaterz in Minen abgebautem Phosphor für die Produktion von Nahrungsmitteln eingesetzt werden. Aber von den im Jahr...

Highlights, Kreislaufwirtschaft, Tools / 04.06.2018

Die klassischen Ökonomen, wie Adam Smith, haben den Konsum als Ende der Wirtschaftstätigkeit beschrieben und damit unsere Wegwerfgesellschaft definiert. Eine der Hauptthesen der Physiokraten war, dass die Natur zu beherrschen sein müsse und damit die Grundlage für wirtschaftliches Handeln bestehe. Die Grundidee der Circular Economy teilt diese Thesen nicht. Nur in einem Verständnis mit der Natur können wir langfristig so wirtschaften, dass wir auf diesem Planeten auch überleben können. Die Circular Economy ist das Gegenmodell zur Wegwerfgesellschaft. In diesem Blog wollen wir auf eine Reihe von Denkschulen und...

Kreislaufwirtschaft, Recycling / 16.05.2018

Eine leckere warme Pizza, gerade im Internet beim Pizzabäcker und die Ecke bestellt und innerhalb von 30 Minuten ins Büro geliefert. Die Ware, in einem ökologisch anmutenden Recycling-Pappkarton geliefert, mindert unser schlechtes Gewissen in Puncto CO2-Fussabdruck. Das Wasser läuft im Mund zusammen, bis wir uns die Frage stellen, woher der Karton eigentlich kommt und ob die Pizza nicht die Schwermetalle aus dem Karton wie ein Schwamm aufsaugt. Statt Pizza-Salami nun Pizza-Schwermetall? Prof. Dr. Braungart, Chemiker und Urvater der Chemieabteilung von Greenpeace, rüttelt mit schonungsloser Offenheit seine Zuhörer auf internationalen...

Allgemein, Kreislaufwirtschaft / 07.05.2018

Sie können mich auf der IFAT, der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, in München treffen! Halle A3, Stand 127/226 mit unserem Netzwerk-Partner Ecoliance Halle A4, Stand 115/214 mit unserem Netzwerk-Partner Ecoliance Sprechen Sie uns an und wir vereinbaren einen individuellen Gesprächstermin! Außerdem nehme ich an der ITAD Podiumsdiskussion am 17.5.2018 um 15:30 Uhr teil. Hier diskutieren wir darüber, ob die Vorgaben des Circular Economy Package ein echter Fortschritt sind. In diesem Blogartikel finden Sie bereits meine Gedanken zu dem Thema: Prof. Braungart hat eine Umsetzung des Designkonzept Cradle-to-Cradle einmal mit „Ökosozialismus“ gleichgesetzt. Ich sehe das anders: Das...