Allgemein, Energie, Recycling / 30.07.2018

Kohle ist schlecht für das Klima, das ist heute Allgemeinwissen. Es gibt aber auch die „gute“ Kohle, mit der wir in der Lage sind, CO2 zu speichern und die uns helfen kann, das Klima wieder abzukühlen. Der Fachverband Pflanzenkohle will jetzt für Aufklärung und Unterstützung für die „gute“ Kohle sorgen. Dr. Susanne Vester, Vorsitzende des Fachverbandes Pflanzenkohle, hat mir erklärt, was die „gute“ Pflanzenkohle so alles kann und wie sie hergestellt wird:   „Pflanzenkohle hat viele Eigenschaften! Sie dient als Zusatz in Hautcreme, Futtermittel, Abwasserfilter oder als Dünger, der für bessere...

Highlights, Kreislaufwirtschaft / 07.06.2018

80 % des weltweiten Phosphors kommt in natürlichen Minen nur in vier Ländern der Welt vor. Nur eine Handvoll Unternehmen weltweit produziert Phosphor. Europa und insbesondere Deutschland ist in höchstem Maße, nämlich zu 95 %, von Importen abhängig. Weder Lagerstätten noch Produktionskapazitäten können als gesichert angesehen werden. Zudem verdünnt sich Phosphor und verschwindet quasi auf dem Planeten, weil er immer weiter verteilt wird. Das liegt daran, dass 90 % des als Phosphaterz in Minen abgebautem Phosphor für die Produktion von Nahrungsmitteln eingesetzt werden. Aber von den im Jahr...

Highlights, Kreislaufwirtschaft / 04.06.2018

Die klassischen Ökonomen, wie Adam Smith, haben den Konsum als Ende der Wirtschaftstätigkeit beschrieben und damit unsere Wegwerfgesellschaft definiert. Eine der Hauptthesen der Physiokraten war, dass die Natur zu beherrschen sein müsse und damit die Grundlage für wirtschaftliches Handeln bestehe. Die Grundidee der Circular Economy teilt diese Thesen nicht. Nur in einem Verständnis mit der Natur können wir langfristig so wirtschaften, dass wir auf diesem Planeten auch überleben können. Die Circular Economy ist das Gegenmodell zur Wegwerfgesellschaft. In diesem Blog wollen wir auf eine Reihe von Denkschulen und...

Eco-Qualitäts-Design, Kreislaufwirtschaft, Prozesse, Recycling / 16.05.2018

Eine leckere warme Pizza, gerade im Internet beim Pizzabäcker und die Ecke bestellt und innerhalb von 30 Minuten ins Büro geliefert. Die Ware, in einem ökologisch anmutenden Recycling-Pappkarton geliefert, mindert unser schlechtes Gewissen in Puncto CO2-Fussabdruck. Das Wasser läuft im Mund zusammen, bis wir uns die Frage stellen, woher der Karton eigentlich kommt und ob die Pizza nicht die Schwermetalle aus dem Karton wie ein Schwamm aufsaugt. Statt Pizza-Salami nun Pizza-Schwermetall? Prof. Dr. Braungart, Chemiker und Urvater der Chemieabteilung von Greenpeace, rüttelt mit schonungsloser Offenheit seine Zuhörer auf internationalen...

Eco-Qualitäts-Design / 12.03.2018

Teil 2 der Serie "Eco-Design für Kunststoffverpackungen und welche Fehler vermeidbar sind" „Restentleerbarkeit“ – der sperrige Begriff ist ein wichtiges Kriterium beim Design von Kunststoffverpackungen. Noch allzu oft wird er aber nicht berücksichtigt. Das ist nicht nur für uns Verbraucher*innen ärgerlich, sondern auch für die Recycler. Wer kennt das nicht: Trotz Anstrengung bleibt noch ein Rest in der Shampooflasche, in der Speiseölflasche, in der zu harten Zahnpasta Tube oder in der Bodylotion Flasche mit Spendiervorrichtung. Für Nutzer ein Ärgernis, weil sie nicht das gesamte Produkt restlos nutzen können. Für Kunststoffrecycler...

Recycling / 28.02.2018

Teil 1 der Serie "Eco-Design für Kunststoffverpackungen und welche Fehler vermeidbar sind" Mit „Bio“ verbinden wir „natürlich“ oder doch zumindest „umweltgerecht“. Und das nicht nur beim Lebensmittel, sondern auch bei der Verpackung. Doch da kann man schon mal eine Überraschung erleben. Zum Beispiel beim Joghurt. Selbstverständlich nicht nur im Bioladen, sondern auch im Supermarkt finden wir leckere Joghurtbecher mit animierender Verpackung, die auf ein gesundes Lebensmittel aufmerksam machen soll. Um die entsprechende Zielgruppe besser anzusprechen, scheinen die Designer auf Papier zu setzen, weil Papier als umweltfreundlicher gilt als Plastik. Was...

Kreislaufwirtschaft / 05.02.2018

500 Manager, Anlagenbetreiber und Hersteller von Müllverbrennungsanlagen diskutierten über das Ende der eigenen Branche auf der Abfallwirtschafts- und Energiekonferenz in Berlin, am 29. Januar 2018. Denn Zero Waste und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft bedeuten tatsächlich das Ende der Müllverbrennung. Sicher, für die Branche ist das keine Option. Welches Geschäft gräbt sich schon selbst das Wasser ab? Prof. Michael Braungart hat deshalb eine zweite Vision vorgestellt, wonach der Abfall, der sich in der Welt als Berg türmt, wie der Elektroschrott in Afrika oder die Plastikabfälle in unseren Ozeanen, einfach wieder nach...

Recycling / 01.02.2018

Peter Kurth, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) forderte gestern im Artikel der Welt „China war nie die Müllkippe der Welt“ die Neuausrichtung der Kreislaufwirtschaft. Auf das wichtigste Argument allerdings ist er überhaupt nicht eingegangen: Mit Müll lässt sich Geld verdienen, dabei treibt dies auch die Mitglieder in seinem Verband um. Hier meine kritische Betrachtung dazu:   Wer verbrennt schon Geld? Seit kein Plastikmüll mehr nach China gehen darf, haben die Deutschen Abfallverbrenner kein Problem ihre Anlagen zu betreiben. Da sind sie allerdings die Einzigen. Mindestens...

Recycling / 23.01.2018

Pro Kopf fallen in Europa 44 Elektrogeräte, 12 Energiesparlampen, 33 Leuchten, ein halbes Auto und 40 Batterien an – insgesamt circa 250 kg. Diese Daten zeigen erneut die Herausforderung der Kreislaufwirtschaft und belegen einmal mehr die Notwendigkeit einer Rohstoffwende. Immerhin – jetzt gibt es diese Daten:  Bisher stellte die Ermittlung von Stoffströmen zum Thema Elektroaltgeräten eine riesige Herausforderung für Unternehmen, Wissenschaftler, Behörden und NGOs dar. Nun ist ein wichtiger Schritt in Richtung Transparenz und Marktdatenlagen unternommen. Die Datenbank „Urban Mine Platform“ ging aus dem „ProSUM-Projekt“ der EU hervor. Sie...

Recycling / 16.01.2018

Heute hat die EU ihre neuen Spielregeln für Plastikverpackungen vorgelegt, danach sollen alle Verpackung auch recyclingfähig werden. Bisher gelten wir in Deutschland als Recyclingweltmeister. Klingt doch toll, oder?! Aber stimmt das? Womöglich stimmt es, dass wir mit der Menge an recycelten Materialien mit an der Weltspitze stehen. Aber über die Qualität von Upcycling sagt dies nichts aus! Kunststoffverpackungen haben nicht den besten Ruf, obwohl wir sie tagtäglich nutzen und immer mehr Lebensmittel und auch andere Waren in Kunststoff verpackt werden. Immerhin haben sie wichtige Hygienefunktionen oder schützen energieintensiv hergestellte...