Grundlagen für Systems Thinking Action

Systems.Thinking – FAST

Wenn Kognition auf Kausalität stößt und Kooperation auslöst …

Die drei „K“ der Überschrift lösen definitiv den Denkstil des letzten Jahrtausends ab. Für meine Großeltern war die Weltordnung mit den drei „K“ für Küche, Kinder und Kirche einfach und schnell beschrieben. Die Rolle der Frau war festgelegt, die des Mannes auch. Die Welt war geordnet. Aber das Denken verändert sich mit den Erkenntnissen, die wir als Gesellschaft erringen oder die uns als unerwartete Ereignisse tief emotional berühren. In Zeiten von Globalisierung, Liberalismus, Ressourcenknappheit, Vielfalt und Klimaschutz sind die Weltbilder durcheinander geraten. Die Drei-K-Weltordnung meiner Großeltern gilt nicht mehr.

Auf der Suche nach Orientierung findet sich das Systems Thinking. Die Methoden des Systems Thinking befähigen uns, gute Entscheidungen zu treffen. Dazu gehört, dass  komplexes Systemenverhalten erkannt und antizipiert werden kann, damit die richtige Stellschraube im System die gewünschte Veränderung auch auslöst. Zudem sind gute Entscheiderinnen und Entscheider Persönlichkeiten, die agil, Krisen fest und resilient sind. Entscheiderinnen und Entscheider finden zudem vom Problem zur Lösung.

Vom Problem zur Lösung

Hierbei ist die Herausforderung zu überwinden,  dass moderne Technologien zu einer weiteren Beschleunigung von technologischen, ökonomischen und geopolitischen Veränderungen führen.  Modelle und Strategien für gute Entscheidungen müssen daher diese vielfältigen Veränderungen vor dem Hintergrund der planetarischen Grenzen antizipieren. Dies ist nur mit vertiefter Kenntnis der Kausalitäten der Systemzusammenhänge möglich.

Zudem wurde bisher die Verantwortung für globale Fragen gerne der Politik überlassen wurde und die persönliche individuelle oder institutionelle Selbstwirksamkeit nicht erkannt. Selbstwirksamkeit eines jeden Individuums und die individuelle Schaffenskraft und die  Kraft des Kollektivs verändern jedoch unsere Kognition und auch unser Verhalten. Ohne Kooperation ist dies in großen Systemen jedoch undenkbar.

Kognition, Kausalität und Kooperation sind die drei „K“ des  Systems Thinking, die zu guten Entscheidungen führen sollen – aufgrund der Dynamik der planetarischen Systeme (Klimawandel) und im Wettlauf mit der Zeit, wollen wir schnell – FAST – handeln und die o. g. Fähigkeiten schnell vermitteln.

Die Friends‘ Association for the Advancement of Systems Thinking klärt über die Methode auf und verbreitert die Basis zur Anwendung. FAST verfolgt das Ziel, ein  International Center for the Advancement of Systems Thinking an der Universität Koblenz-Landau zu errichten. Schon jetzt kooperiert die Universität mit internationalen Instituten wie  IIASA und der OECD. Der Verein FAST wurde am 14. November 2018 in Koblenz gegründet, wird als Verein eingetragen und beantragt die Gemeinnützigkeit.

Sie können uns ab sofort unterstützen. Zum Vorstand gehören Eveline Lemke, Hans Bruns, Dr. Markus Beukenberg und Prof. Dr. Linda Breitlauch.

Welche Vorarbeit ist schon geleistet und wie geht es weiter?

Die Universität Koblenz-Landua hat ein multidisziplinäres Team zusammengestellt, welches seit 2016 internationale Tagungen auf höchstem wissenschaftlichem Niveau durchgeführt hat. Dieses nimmt sich folgender Aufgaben an:

  • Implementierung von Curricula, Modulen und Methoden zur Unterrichtung von Systems Thinking
  • Entwicklung von Short-Courses und eines Master-Programms in Zusammenarbeit mit den Partnern.
  • Optimale institutionelle Ausstattung für die Etablierung eines dauerhaften Programms in einem International Center for the Advancement of Systems Thinking
  • Gemeinsame Aktivitäten und Programme mit den Partnern aus FOGGS, IIASA; IISD, IPCC, OECD, Thinking Circular, UKOLD, UNCCD, UNFPA, UNTCC, WBGU
  • Etablierung eines starken internationalen Profils mit dem Fokus auf das Potential von Systems Thinking in Bildung und Erziehung (Bildung für Nachhaltige Entwicklung, BNE), Politik-Formulierung und Aktion (Best-Practice und Projekte).
  • Einbindung der Öffentlichkeit und Netzwerkaufbau.

FAST will die Universität bei diesen Aktivitäten unterstützen und Sie können uns dabei helfen. Den FAST Vorstand erreichen Sie per E-Mail über das Kontaktformular auf dieser Homepage. Wenn FAST mit einer eigenen Homepage online geht, werden wir Sie informieren.

 

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