Literaturhinweis Circular Business Models August 2020

Organizational transition management of circular business model innovations

Warum ist Veränderung, auch wenn sie gewollt ist, so schwierig? Beauftragte für Nachhaltigkeit in großen wie in kleinen Unternehmen quält diese Frage täglich. Warum reproduzieren etablierte Unternehmen kontinuierlich lineare Geschäftsmodelle, manifestieren sich fortdauernd als linear orientiertes Wertschöpfungssystem, obwohl sie die Intention verfolgen, zirkuläre Geschäftsmodelle zu entwickeln und in die Praxis umzusetzen?

Florian Hofmann vom Fraunhofer IZM hat gemeinsam mit Prof. Dr. Melanie Jaeger-Erben vom Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin Anfang August im Journal „Businesss Strategy and the Environment“ ein wissenschaftliches Papier veröffentlicht, das sich ausführlich mit dieser Fragestellung beschäftigt.

Der Artikel zeigt auf, welche organisationsbezogenen Konditionen und Managementrezepte unterstützend wirken können, um erste aussichtsreiche Schritte in Richtung zirkuläre Geschäftsmodell-Innovationen zu unternehmen. Dies sind Geschäftsmodelle, die Material in Kreisläufen und damit in der wirtschaftlichen Nutzung bewahren. Im Fazit werden drei Thesen aufgestellt, welche Voraussetzungen zur Gestaltung eines erfolgreichen Veränderungsmanagement für zirkuläre Geschäftsmodelle notwendig sind:

  1. Autonome Experimetierräume (Circular Design Labor)
  2. Management von Paradoxen mit systemischem Ansatz
  3. Moderation auf Basis normativer Referenzrahmen

 

Der wissenschaftliche Text ist komplex und keine leichte Kost, aber unserer Meinung nach äußerst lesenswert. Denn nur wenn wir aufhören, auf der Stelle zu treten und auch mal nach links oder rechts abbiegen, können wir neue, zirkuläre Wege finden.

Lesen Sie den ganzen Artikel, der im Open Access erschienen ist, hier.

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